SpVgg spielt weiter in eigener Liga
von
Bernd Heinzinger
Altenerding – Nach einem genialen Heimauftritt bewahren sich die Altenerdinger Handballer ihre weiße Weste in der BOL. Gegen Verfolger ASV Dachau hatten sie nur in den ersten 20 Minuten Probleme, am Ende stand es haushoch 33:21 (19:12) für die Hausherren.
Der Blick auf die Tabelle lohnt sich: Zur Winterpause haben die Biber mit einer Bilanz von 20:0 bereits fünf Zähler Vorsprung auf Dachau sowie der TG Landshut 2.
Was die Altenerdinger gegen den ASV einmal mehr auszeichnete, war die Ausgeglichenheit im Kader. Gleich zehn unterschiedliche Schützen beweisen dies eindrucksvoll. Der angeschlagene Christian Loris probierte es zu Beginn, haute einen Hammer zum 5:4 raus. Simon Dybilasz und Moritz Sturm ließen den Ball ebenfalls gut laufen, und Tristan Gerhardt sorgte mit schönen Toren fürs 7:5.
Oldie Daniel Sagert begeistert
Für die Abwehr kam Jakob Thees, damit sich Dybilasz auf den Angriff konzentrieren durfte. Für Loris marschierte zudem bald Oldie Daniel Sagert aufs Feld. Trotz seiner über 40 Jahre machte er seine Sache prima, traf unter anderem zum 11:9 für Altenerding. Im Kasten präsentierte sich einmal mehr Jannik Fleps als überragender Keeper. 10:0 lautete der Zwischenstand zur Pause bei den Paraden im Vergleich zu seinen Dachauer Kollegen. Bis zum 12:12 blieb es dennoch ausgeglichen. Einerseits zeigten sich auch die Gäste stark im Angriff, andererseits fabrizierten die Hausherren viele Fahrkarten.
Das änderte sich ab der 20. Minute. Fortan hatten die SpVgg-Mannen die Geschichte komplett im Griff. Die Abwehr mit Jakob Köhler, Moritz Sturm oder auch Jakob Thees in Zentrum, dazu allen anderen bestens kämpfenden Altenerdingern, brachte Dachau vor große Probleme. Immer wieder standen die Gäste am Rande des Zeitspiels, und vorne trafen die Biber nach Belieben. Mit einem starken Wurf machte Yannis Bartsch das 15:12, Dybilas. Den Schlusspunkt des ersten Abschnitts markierte Jakob Köhler, der gegen die jetzt offensive Gästedeckung zum 19:12 traf. Im zweiten Abschnitt geriet Altenerding zwar in Unterzahl, das hinderte Sagert aber nicht, das 20:13 zu erzielen. Die Gäste wehrten sich nur kurzfristig mit zwei Treffern. Dann setzte sich die Altenerdinger Dominanz der fort.
Defensive mit stets passenden Antworten
Fleps zeigte seine Paraden, und auch Ferdinand Mayer konnte später unter anderem einen Gegenstoß spektakulär abwehren. Im Abwehrzentrum stand jetzt Jakob Obermair neben Köhler, auf den Halbpositionen verteidigten Sturm und Sagert. Immer wieder gelangen Ballgewinne zum schnellen Spiel nach vorne. Christian Loris kehrte aufs Feld zurück und traf zweimal zum 27:17, Gerhardt, Bartsch und Co. blieben ebenfalls treffsicher. So erhöhte sich der Vorsprung weiter bis zum in dieser Höhe nie erwarteten Endstand. Im Vorfeld hatte Trainer Simon Klawe sogar noch die Außenseiterrolle für seine Truppe ausgerufen, aber er konnte sich auf seine Mannen trotz diverser Ausfälle verlassen.