Altenerding bleibt vorn
von
Bernd Heinzinger
Altötinng/Altenerding – Dank einer starken ersten Hälfte meisterten die Handballer der
SpVgg Altenerding die schwere Auswärtsaufgabe beim TV Altötting. Der Bezirksoberli‐
ga-Spitzenreiter setzte sich mit 29:25 (20:12) Toren durch und verteidigte damit seinen
Vorsprung von zwei Zählern auf die Verfolger TG Landshut 2 und ASV Dachau.
Von Beginn an hätten Jakob Köhler und Ferdinand Ewald im Innenblock die richtigen
Entscheidungen getroffen und das Zentrum dichtgemacht, lobte Trainer Simon Klawe. In
Überzahlmomenten hätten seine Männer zudem sehr hoch verteidigt, viele Ballgewinne
erreicht. Die erste Welle über Köhler funktionierte ebenfalls prima, dazu parierte Torhü‐
ter Jannik Fleps wieder einmal bestens. Daher zogen die Altenerdinger gleich auf 4:1
davon, dabei zeigte auch Luca Niklas Hoehl auf Außen sein Können. Nach diversen
Ausfällen mussten Akteure aus der zweiten Reihe auf den Flügeln ran, neben Hoehl
konnte sich dabei auch Marvin Köhler mit einigen guten Aktionen auszeichnen. Nach
dem 9:6 wurde es richtig deutlich. Die Altenerdinger hatten einen Lauf von vier Trefffern
zum 13:6 und machten bis zur Pause konzentriert weiter.
Klawe lobte seine Männer dabei auch fürs Auftreten in Unterzahl. Christian Loris habe in
diesen Momenten Ruhe ins Spiel gebracht und bis zum letzten Augenblick auf den Wurf
gewartet – häufig erfolgreich. Die Führung hatte beim 20:10 schließlich ihren Höhepunkt
erreicht, die letzten beiden Tore des ersten Abschnitts gehörten Altötting. Dennoch blieb
der Vorsprung auf einem hohen Niveau und das Trainerteam um Klawe nutzte dies, um
in der zweiten Hälfte einiges auszuprobieren.
Tests wie eine 5:1-Defensive in eigener Überzahl funktionierten jedoch nicht wie ge‐
wünscht. Nach zwei Zeitstrafen musste Ewald seinen Platz im Abwehrzentrum abgeben,
für ihn kam Jakob Obermair. Er habe auf dieser Position ebenfalls bestens performt,
lobte Klawe. Auch wenn sich der eine oder andere Fehler mehr ins Altenerdinger Spiel
einschlich, gefährdet war der Auswärtserfolg zu keiner Zeit. Nach 40 Minuten lagen die
Biber 24:16 in Front, nach 50 Minuten 27:19. Der Coach sprach von einer sehr starken
Teamleistung: „Heute haben uns im Trainerteam praktisch alle Akteure überzeugt, und
wir sind mit der Vorstellung sehr zufrieden.“