Altenerdinger Krimi in Indersdorf
von
Bernd Heinzinger
Altenerding – Die Handballerinnen der SpVgg Altenerding können auch Krimi. Beim
TSV Indersdorf sah es bis kurz vor dem Ende nach der ersten Pleite aus, aber mit einer
starken Schlussphase holte man sich noch den 26:25 (17:13)-Erfolg.
Trainern Grit Kschischow sprach zwar nicht gerade von der besten Saisonperformance:
„Es ist aber vielleicht auch einmal wichtig, so eine Partie noch zu gewinnen.“ Damit
zeige sich, dass keine Truppe der Bezirksliga zu unterschätzen sei. Die Partie startete
ausgeglichen, die Gäste hatten vor allem Probleme mit dem starken Rückzugsverhalten
Indersdorfs – und der unglaublich haltenden TSV-Torhüterin. Ab dem 9:9 setzte sich der
Favorit trotzdem ab. In der Abwehr machte Verena Kaiser das Zentrum dicht, nach
vorne verwandelte Altenerding den einen oder anderen Steilangriff.
Zur Pause stand es 17:13, kurz nach Wiederanpfiff 20:14 für Altenerding. Anschließend
aber gelang so gut wie nichts mehr. Die Biber-Frauen fabrizierten unzählige Fahrkarten
und die Begegnung kippte. Beim 23:23 hatte Indersdorf den Ausgleich gepackt und
legte zwei Tore zum 23:25 aus SpVgg-Sicht drauf. Doch die Gäste hatten eine stark auf‐
spielende Marlene Mittermeier im Kader. Zuvor präsentierte sie sich bereits als Beste
auf dem Feld, zwei Minuten vor dem Ende verkürzte sie mit einem starken Wurf ins Eck
zum 24:25. Greta Felbinger behielt danach die Nerven beim Siebenmeter zum 25:25
und im letzten Angriff kam der Ball erneut zu Mittermeier.
Vier Sekunden vor dem Abpfiff setzte sie zum Sprungwurf an und traf zum Sieg. Der
Jubel sei anschließend deutlich größer als bei den glatten Erfolgen in den Wochen zuvor
gewesen, betonte Kschischow: „Wir waren alle sehr erleichtert, dass es letztlich doch
noch geklappt hat.“