Metten versaut die makellose Bilanz

von

Bernd Heinzinger

  • Bericht

Altenerding – Jetzt hat es die Handballerinnen der SpVgg Altenerding erwischt, der
Traum von einer makellosen Bezirksliga-Saison ist nach der 23:24 (10:9)-Heimniederla‐
ge gegen die SSG Metten dahin. Immerhin: Dank eines Treffers in letzter Sekunde ver‐
hinderte man den schlimmsten Fall und bleibt nach dem Hinspielerfolg mit zwei Toren
Unterschied im direkten Vergleich vor den punktgleichen Gästen.
Daher stehen die Chancen auf die Meisterschaft weiter bestens. Bei Trainerin Grit
Kschischow und ihren Schützlingen überwog jedoch die Enttäuschung: „Wir haben
heute vieles vermissen lassen, was uns über die Saison bislang ausgezeichnet hatte.“
Besonders die mangelnde Konsequenz im Abschluss mahnte die Trainerin an. Sie zähl‐
te insgesamt 27 Fehlwürfe: „Wenn du dann nur 23 Tore wirfst, ist es natürlich schwer,
gegen einen gleichwertigen Kontrahenten zu siegen.“
Die Abwehr stand dafür nicht schlecht, und es entwickelte sich erst einmal ein ausgegli‐
chener Verlauf. Bei den Siebenmetern präsentierte Greta Felbinger ihre Stärke, sie traf
am Ende acht von neun Versuchen. Diese Bilanz sei aber der einzige große Lichtblick
gewesen, fasste die Trainerin zusammen. Ab dem 4:4 geriet ihre Truppe durch drei Ge‐
gentore in Folge erst einmal ins Hintertreffen. Nach dem 4:7 folgte die beste Phase. Ve‐
rena Kaiser startete mit ihrem Treffer die Aufholjagd, phasenweise gelang jetzt das
schnelle Spiel nach vorne. Während Marlene Mittermeier mit ihrem Tor zum 7:7 den
Ausgleich herstellte, traf wenig später Katharina Künstner zur 10:8-Führung Altener‐
dings.
Mit einem knappen Vorsprung (10:9) folgte die Pause, anschließend blieb die Partie eng
umkämpft, zunächst mit leichten Vorteilen für die Gastgeberinnen. Das 18:17 durch
Künstner sollte jedoch die letzte Führung darstellen. Anschließend schoss die Fehler‐
zahl noch ein Stück nach oben. Metten präsentierte starkes Rückzugsspiel, sodass es
häufig keine Möglichkeit zu Gegenstößen gab. Acht Minuten vor dem Ende stand es
20:22 gegen die SpVgg, knapp sechs Minuten vor dem Abpfiff 22:24.
Bis zur Schlussminute fiel kein weiterer Treffer, und dann hatte Metten sogar Ballbesitz.
Doch die Gäste verwarfen und Sophie Lößl schnappte sich den Ball. Sie passte zielge‐
nau auf Johanna Bauschmid, die mit der Schlusssekunde das 23:24 markierte. Damit
war immerhin der direkte Vergleich gewonnen, für Kschischow ein kleines Trostpflaster:
„Wir müssen jetzt in den nächsten vier Partien Vollgas geben und wieder eine deutlich
bessere Quote zeigen.“

Bilder vom Spiel


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