Herber Rückschlag im Titel rennen

von

Bernd Heinzinger

  • Bericht

Altenerding – Große Lust auf eine Analyse der Pleite seiner Altenerdinger Handballmänner bei der TG Landshut 2 hatte Trainer Simon Klawe nicht. Seine Truppe unterlag dort 19:26 (10:15) und erlebte damit den GAU. Denn dadurch ist im Titelrennen auch der direkte Vergleich mit den jetzt auf Platz eins stehenden Niederbayern verloren, nachdem Altenerding das Hinspiel noch mit sechs Toren (29:23) für sich entschieden hatte. Klawe: „Wir haben den Bezirksoberliga-Titel leider nicht mehr in der eigenen Hand. Mit einer solchen Leistung verlieren wir aber so wie so auch unsere restlichen beiden Partien.“

Von Beginn an hatten die SpVgg-Männer große Probleme mit der körperlich hart verteidigenden TG-Defensive. Gegen die hoch gewachsenen Kontrahenten marschierten die Gäste kaum in die Tiefe – und fabrizierten eine enorme Zahl an technischen Fehlern. Klawe zählte über 20 Stück, plus einige Fehlwürfe. Die harte Landshuter Gangart sorgte aber noch für weiteren Schaden: Niklas Fleps verletzte sich nach zehn Minuten am Kopf, konnte wegen Schwindel und Nasenbluten nicht weitermachen. Nach rund 20 Minuten erwischte es zudem Simon Dybilasz, der sich bei einer Aktion so schwer am Oberschenkel verletzte, dass ein Weitermachen nicht möglich war.

Als diese Hiobsbotschaften eintrafen, lagen die Altenerdinger 1:4 beziehungsweise 6:10 hinten. Die Optionen im Rückraum hatten sich dezimiert, und von den verbleibenden Männern wie Simon Rüdiger, Moritz Sturm oder Christian Loris kam auch in der Folge zu wenig im Spielaufbau. Loris und Jakob Köhler verkürzten zwar kurzfristig auf 8:10, eine Zeitstrafe gegen Sturm setzte der kleinen Aufholjagd aber ein Ende.

Zur Halbzeit stand es 10:15, und auch in der zweiten Hälfte fehlte das schnelle Spiel nach vorn. Durch die vielen Altenerdinger Fehler durfte Landshut 2 dagegen einen Gegenstoß nach dem anderen fahren. Keiner habe sich diesmal hervorgetan, kritisierte Klawe. Auch von den Außen wie Luca Niklas Hoehl sei kaum mal ein Antritt in die Tiefe gekommen.

Der Rückstand bewegte sich im zweiten Abschnitt stets auf einem ähnlichen Niveau. Ob 12:18 nach gut 40 Minuten oder 15:20 nach 50 – richtig gefährlich näherten sich die Biber an diesem Nachmittag Landshut nicht mehr.

Neben einer eigenen Steigerung im Saisonendspurt und damit verbundenen zwei Siegen müsse seine Mannschaft jetzt auf den MTV Pfaffenhofen hoffen. Nur wenn dieser gegen Landshut 2 punktet, dann ist der Titel doch noch möglich. Die Aussichten haben sich nach der Pleite jedenfalls deutlich verschlechtert.

Bilder vom Spiel


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