Unterschiedliche Stimmungslage
von
Bernd Heinzinger
Altenerding – Für die Altenerdinger Handballer geht’s beim Saisonfinale nicht mehr um den Bezirksoberliga-Titel. Wegen des verlorenen direkten Vergleichs mit der TG Landshut 2 ist dieser nicht mehr möglich. Daher können sie die Partie beim ASV Dachau (Samstag, 16.30 Uhr) locker angehen,
im Gegensatz zu den Gastgebern. Beide Kontrahenten sind derzeit gleichauf mit 31:7 Zählern. Die Dachauer gewannen aber im Gegensatz zur SpVgg den Vergleich mit der TG 2 (33:7 Punkte) und würden bei einem Sieg noch den Titel und damit den Sprung in die Oberliga packen. Trainer Simon Klawe sieht seine Männer daher als „Meistermacher“ und bekräftigt: „Wir werden dort noch einmal alles geben und wollen uns für eine gute Saison belohnen.“ Dazu wolle man sich nicht nachsagen lassen, dass man die Partie abgeschenkt hätte. Der Kader ist allerdings wieder einmal alles andere als prall gefüllt. Routinier Daniel Sagert fehlt in Dachau, auch Yannis Bartsch kann die Fahrt aus privaten Gründen nicht mitmachen. Die Außen bleiben dazu weiter das Sorgenkind, nachdem auch Simon Dybilasz weiterhin verletzt ausfällt. Daher nimmt Klawe erneut Nachwuchsmann Philipp Hahn in den BOL-Kader und wird ihm sicherlich einige Einsatzminuten geben. Druck erhofft sich der Coach erneut aus dem Rückraum mit Christian Loris, Simon Rüdiger, Moritz Sturm oder Niklas Fleps. Kreisläufer Jakob Köhler wartet auf die Anspiele und will zudem bei Gegenstößen punkten. Angesichts der Kadersituation vergibt Klawe die Favoritenrolle an den Gastgeber: „Die Dachauer
haben einen guten Lauf und wollen natürlich den Titel. Wir wollen mit Spaß am Handball punkten, ganz chancenlos sind wir sicher nicht.“
Zum Abschluss gibt’s in der Handball-Bezirksliga der Frauen noch das Landkreisderby. Wenn die SpVgg Altenerding am Sonntag um 16 Uhr (Semptsporthalle) den TSV Taufkirchen empfängt, stehen die Zeichen nicht gerade auf einen dramatischen Verlauf. Die Entscheidungen sind bereits vorher gefallen: Altenerding steigt in die Bezirksoberliga auf, die Gäste müssen runter in die Bezirksklasse. Allerdings: Gewinnen die Biber nicht, dann verpassen sie wohl die Meisterschaft, und die punktgleiche SSG Metten würde wahrscheinlich jubeln – falls diese zu Hause gegen Schwab/kirchen punktet. Für SpVgg-Trainerin Grit Kschischow ist das ein unwahrscheinliches Szenario: „Wenn wir unser normales Spiel aufziehen, dann muss ein Erfolg rausspringen.“ Alles andere wäre eine Riesenenttäuschung: „Nach der langen und anstrengenden Saison hätten sich die Frauen den Titel redlich verdient.“ Im Hinspiel gab es bereits einen hohen Sieg,
damals habe man die Sache bereits in der Anfangsphase klargemacht. So lautet auch das Ziel beim
Heimduell, sodass sich alle bald auf die anschließende Abschlussfeier freuen dürfe