Dem Favoriten lange Paroli geboten

von

Bernd Heinzinger

  • Bericht

Altenerding – Mehr sei nicht drin gewesen, meinte Trainerin Grit Kschischow nach der 30:34-Niederlage (12:14) ihrer Altenerdinger Handballfrauen beim Bezirksoberliga-Spitzenteam HC Donau/Paar. Man habe den Absteiger aus der Oberliga nach besten Kräften geärgert und den Platz mit erhobenem Haupt verlassen, so ihr Fazit. Zu Beginn führte die SpVgg dank einer starken Abwehr sogar 6:4. Katharina Künstner störte als vorangestellte Frau in der 5:1-Formation die Gegnerinnen bestens, zwang sie zu Fehlern. Nach und nach stellte sich der HC aber darauf ein und übernahm die Führung. Nach einer Viertelstunde lag Altenerding 6:10 hinten, bedingt auch durch einige technische Unzulänglichkeiten und Fehlwürfe. Anschließend profitierten die Gäste von ihrer guten Abwehr. Marlene Mittermeier zog die Fäden über die Mitte, und insbesondere die Außen präsentierten sich stark. Kschischow brachte jetzt Nikayla Alston, die einen Treffer nach dem anderen erzielte. Gegenüber blieb Sophie Lößl ebenfalls immer eine Gefahr fürs HC-Tor. Beide erzielten nach der Pause (12:14) jeweils einen Treffer zum 14:14-Ausgleich. In der eng geführten Partie blieb Altenerding bis zum 23:25 auf Augenhöhe. Nach und nach machte sich jedoch bemerkbar, dass nur drei Spielerinnen auf der Auswechselbank saßen. Die Kräfte ließen nach, was Donau/Paar gnadenlos ausnutzte. Kschischow: „Wir wurden jetzt regelrecht überlaufen. Der letzte Schritt hat zu häufig gefehlt.“ Der Rückstand wuchs schnell an, ehe es 25:34 gegen die Gäste stand. Die letzten sechseinhalb Minuten zeigte die SpVgg aber tolle Moral und kämpfte beherzt. Heraus kam ein 5:0-Lauf zum 30:34, und eine zufriedene Trainerin. „Der HC ist einfach ein Topteam der Liga. Wir haben eine super Leistung gezeigt und erreicht, dass die Gegnerinnen alles andere als zufrieden waren.“ Ein Sonderlob sprach sie Torfrau Hanna Obermair aus, die mit zahlreichen Paraden überzeugte. Einziges Manko: Ohne Greta Felbinger, die in der Zweiten ran musste, gab es keine adäquate Siebenmeterschützin. Alle drei SpVgg-Versuche verfehlten das Ziel.

SpVgg-Tore: Nikayla Alston 7, Sophie Lößl 5, Thea-Sophie Steinbrecher 4, Katharina Künstner 4, Lena Marie Prem 3, Julia Kübelsbeck 2, Marlene Mittermeier 2, Verena Kaiser 2 und Denise Bäumle


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