Der Tag der Unentschieden
von
Bernd Heinzinger
Altenerding – Vor der Partie hätte sie ein Unentschieden auf alle Fälle unterschrieben – mit dieser Aussage machte Trainerin Grit Kschischow klar, dass sie sich über das 31:31 (14:16) ihrer Altenerdinger Handballerinnen gegen den letztjährigen BOL-Dritten Eintracht Dachau-Karlsfeld durchaus freute – noch ein Remis also wie bei den Herren (wir berichteten).
Dass am Ende sogar der Sieg möglich war, sei nicht tragisch: „Wir lagen zuvor fast immer hinten, die Punkteteilung ist für mich absolut in Ordnung.“
Nach anfänglichem 2:4 folgte eine starke Altenerdinger Phase. Marlene Mittermeier präsentierte sich auf der Spielmacherposition brandgefährlich. Häufig war sie nur mit Fouls zu halten, was sich in gleich zehn Siebenmetern widerspiegelte. Neun davon brachte Greta Felbinger im Gästekasten unter. Schnelle Beine präsentierte einmal mehr Lena Marie Prem, sie traf unter anderem zum 8:6 für ihre SpVgg. Anschließend sah Kschischow aber den Schlendrian aufkommen: „Wir haben leider zu viele technische Fehler fabriziert.“
Viele der letztlich 15 Fehlwürfe passierten in dieser Phase, und über ein 11:14 lag Altenerding zur Pause mit 14:16 hinten. Es habe jedoch keine der Frauen den Kopf in den Sand gesteckt, lobte die Trainerin. Die erste Welle über Prem oder auch Sophie Lößl funktionierte weiterhin, und die Gastgeberinnen blieben dran. Eine Viertelstunde vor dem Ende machte Michelle Maiberger das 23:24, und später markierte Sophie Lößl den 28:28-Ausgleich. Prem und Felbinger legten noch zwei Tore drauf, sodass die Zuschauer beim 30:28 auf einen Heimsieg hoffen durften. Exakt 35 Sekunden vor dem Abpfiff hielt Mittermeier mit ihrem 31:30 diese Hoffnung am Leben, der letzte Treffer gehörte dann aber doch dem Favoriten Dachau-Karlsfeld.
Nach dem Auftaktsieg in Freising sei das Unentschieden eine gute Bestätigung, dass ihre Frauen als Aufsteiger in der BOL gut mithalten könnten, so das Fazit der Altenerdinger Trainerin: „Den Punkt nehmen wir natürlich gerne mit.“ Besonders gefiel Kschischow, dass ihre Truppe aus den unterschiedlichsten Positionen Torgefahr entwickelte, was sich auch an der Anzahl der Schützinnen bemerkbar machte.