Altenerdings furiose zweite Halbzeit

von

Bernd Heinzinger

  • Bericht

Beim 34:20 (14:12)-Heimerfolg über den TSV Mainburg zeigten die Handballer der SpVgg Altenerding zwei Gesichter. Mit der Vorstellung im ersten Abschnitt war Trainer Simon Klawe alles andere als zufrieden: „Wir haben viel zu passiv verteidigt, konnten die gegnerischen Durchbrüche und Kreisanspiele nicht verhindern.“ Teils habe sich das Team in zwei Kleingruppen geteilt, „das Zentrum stand offen“. Nach einem schnellen 4:1 funktionierte auch das Tempospiel nicht, und daher gab es einen ziemlich ausgeglichenen Verlauf. 8:6, später 10:8 und zur Pause schließlich 14:12 stand es für die Hausherren in der rappelvollen Semptsporthalle.

In der zweiten Hälfte spielte den Gastgebern zunächst in die Karten, dass mit Marius May der starke Mainburger Kreisläufer verletzt raus musste. Dies passierte bei einer Aktion gegen Altenerdings Jakob Köhler, der daraufhin die rote Karte kassierte, für Klawe eine harte Entscheidung.

Fortan aber spielten die Hausherren die Tempokarte. Aus einer jetzt aggressiveren Defensive holten sie sich häufig den Ball, und vor allem die rechte Seite mit Christian Loris und Luis Leitner präsentierte sich sehr treffsicher.

Ab der 40. Minute kam Otto Donaubauer ins SpVgg-Tor und brachte sich mit drei Paraden bestens ein. Auf der Mittelposition zog Niklas Fleps die Fäden und bewies ein gutes Auge für seine Nebenleute. Nach einer Dreiviertelstunde stand es bereits 24:17, angesichts dieser Führung konnte man beruhigt weitermachen.

Der junge Kilian Jödecke kam aufs Feld und zeigte sich bei seinem BOL-Heimdebüt vor allem stark in den Zweikämpfen. Generell profitierten die Gastgeber von ihrer breiten Bank, konnten ihr schnelles Spiel bis zum Ende durchziehen. Von den Mainburgern kam dagegen immer weniger. In der Schlussphase klingelte es in rascher Folge in ihrem Kasten.

„Wir haben dem Gegner im zweiten Abschnitt den Schneid durch unsere starke Defensive abgekauft“, lobte SpVgg-Trainer Klawe. Vorne habe seine Truppe einmal mehr bewiesen, dass sie über 30 Tore werfen kann: „Das ist ein Fingerzeig in Richtung der Konkurrenz, die an diesem Spieltag sogar teils über 40 Mal erfolgreich war.“ Der Coach lobte zudem seine Bankspieler und zeigte sich erfreut über das Publikum, das seine Mannschaft von der ersten Minute an nach vorne peitschte.


Auf unserem YouTube Kanal findet ihr den Livestream zum nachträglichen Anschauen des Spiels.

Foto © Christian Riedel


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